Fed-Vertreterin Hammack: Eine Zinserhöhung reicht nicht, mehrere könnten nötig sein

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2026-08-12Quelle: blockweeks.com
Fed-Vertreterin Hammack: Eine Zinserhöhung reicht nicht, mehrere könnten nötig sein

Autor: Dong Jing, Wallstreet Journal

Die Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland, Beth Hammack, hat ein klares hawkishes Signal gesendet und erklärt, dass eine einzelne Zinserhöhung kaum ausreichen würde, um die Inflation wirksam zu bekämpfen; um das 2%-Ziel zu erreichen, könnten mehrere Zinserhöhungen erforderlich sein.

Hammack sagte am Montag (10. August) in einem Interview mit Yahoo Finance: „Eine einzelne Zinserhöhung um 25 Basispunkte hätte wahrscheinlich nur geringe Auswirkungen auf die Wirtschaft", daher sei die Anzahl der erforderlichen Zinserhöhungen „möglicherweise mehr als eine". Sie sagte auch, sie wolle nicht vorhersagen, wie viele Zinserhöhungen letztendlich nötig sein werden. Hammack wies außerdem darauf hin, dass das derzeitige Zinsniveau die Wirtschaft nicht „wesentlich einschränke" und sie nicht glaube, dass die Inflation von selbst auf das Zielniveau zurückfallen werde. Hammack ist in diesem Jahr stimmberechtigtes Mitglied des FOMC.

Diese Äußerungen verstärkten die hawkischen Erwartungen des Marktes an den geldpolitischen Kurs der Fed weiter. Hammack war eine von drei abweichenden Offiziellen bei der letzten Zinssitzung der Fed; sie und die beiden anderen Offiziellen stimmten für eine Zinserhöhung und gegen die Entscheidung, die Zinsen unverändert zu lassen.

Hinter den abweichenden Stimmen: Hammacks hawkische Haltung

Hammacks abweichende Stimme bei der letzten geldpolitischen Sitzung der Fed hat ihre politische Neigung bereits deutlich gemacht. Nach der Sitzung warnte sie in einer Erklärung, dass je länger die hohe Inflation anhält, desto schwieriger es sei, sie auf das Zielniveau zurückzudrängen.

Dieses Interview ist ihre erste ausführliche Erläuterung ihrer geldpolitischen Haltung nach ihrer abweichenden Stimme. Ihre Äußerungen zeigen, dass ihre Bedenken hinsichtlich der aktuellen politischen Haltung durch die Entscheidung, die Zinsen unverändert zu lassen, nicht zerstreut wurden.

Hammack stellte klar, dass das derzeitige Zinsniveau die Wirtschaftstätigkeit noch nicht „wesentlich einschränke". Diese Einschätzung bedeutet, dass ihrer Meinung nach die derzeitige geldpolitische Straffung immer noch nicht ausreicht, um den Inflationsdruck wirksam einzudämmen.

Sie betonte außerdem, dass die Inflation nicht automatisch zum 2%-Ziel zurückkehren werde, was ihre Argumentation für aggressivere Zinserhöhungen weiter stützt – wenn die Marktkräfte allein die Inflation nicht senken können, müssen die politischen Instrumente eine größere Rolle übernehmen.

Auf die Frage nach dem Ausmaß der Zinserhöhungen gab Hammack eine richtungsweisende, aber nicht definitive Antwort. Sie sagte, die Anzahl der erforderlichen Zinserhöhungen sei „möglicherweise mehr als eine", betonte jedoch, sie wolle „keine konkrete Zahl vorhersagen".