Autor: Rita
Reuters berichtete am 4. August, dass die Trump-Regierung und die FCC einen Plan ausarbeiten, um Importe von chinesischen Rechenzentrumskomponenten in die USA zu verbieten, wobei optische Module ausdrücklich genannt werden. Goldman Sachs reagierte in einem Bericht vom 10. August auf die drei wichtigsten Fragen der Anleger: Warum die führenden chinesischen Optikmodul-Hersteller weiterhin Kunden gewinnen können, ob Produktionskapazität und Kosteneffizienz einen Burggraben darstellen, und ob die Auslandsproduktion das Risiko absichern kann. Goldman Sachs ist der Ansicht, dass die schnelle technologische Weiterentwicklung, die starke KI-Nachfrage, das knappe Rohstoffangebot und die hohen Anforderungen an die Entwicklung vieler SKU-Varianten dazu führen, dass Kunden in der aktuellen Umgebung stärker von den bestehenden führenden Herstellern abhängig sind und nicht leicht zu neuen Anbietern wechseln. Goldman Sachs vergibt Kaufempfehlungen für die führenden chinesischen Optikmodul-Hersteller Eoptolink und Robotechnik sowie für FOCI, LandMark und VPEC (alle taiwanische Aktien) und ist der Ansicht, dass diese Unternehmen über schwer zu kopierende Wettbewerbsvorteile in Technologie, Produktionskapazität und Kundenkooperation verfügen.
Schnelle technologische Weiterentwicklung: Forschungsvorteile der führenden Hersteller wachsen weiter
Die KI-Serverarchitektur entwickelt sich weiterhin rasant weiter. Die Geschwindigkeit optischer Module steigt von 400G auf 800G und 1.6T, die Gehäuseformen wechseln von steckbar zu LPO, NPO und CPO, die Materialien von EML zu Siliziumphotonik und Lithiumniobat, und die Glasfasertypen von Singlemode zu Multimode. Die SKU-Vielfalt ist groß und erweitert sich ständig. Jede neue Spezifikation erfordert von den Herstellern schnelle Reaktions- und Entwicklungsfähigkeiten.
Goldman Sachs ist der Ansicht, dass dieses sich schnell entwickelnde technologische Umfeld die Abhängigkeit der Kunden von den bestehenden führenden Herstellern nur erhöht. Neue Anbieter brauchen länger, um die Produktstabilität nachzuweisen, und müssen sich mit Chip-Lieferanten, Systemintegratoren und anderen Komponentenherstellern neu koordinieren, um die Qualitäts- und Designanforderungen zu erfüllen. Historisch gesehen haben die führenden chinesischen Hersteller erfolgreich die weltweit ersten 400G- (2018), 800G- (2020) und 1.6T- (2023) Optikmodule auf den Markt gebracht, und diese Führungsposition erweitert sich mit der fortschreitenden KI-Entwicklung weiter.
Produktionskapazität und Kosten bilden Barrieren, mittlere und kleine Hersteller können kurzfristig nicht aufholen
Sieben der zehn größten Optikmodul-Lieferanten weltweit haben ihren Hauptsitz in China, und ihr Marktanteil wird sich 2025 gegenüber 2024 weiter erhöhen. Neben den Forschungs- und Entwicklungsfähigkeiten zeichnen sich die führenden Hersteller auch durch Vorteile bei Produktionszusagen, automatisierter Fertigung und Fertigungseffizienz aus. Selbst entwickelte Produktionslinien und Spezialausrüstung ermöglichen es ihnen, Produkte schnell und zu wettbewerbsfähigen Preisen bereitzustellen.
Goldman Sachs weist darauf hin, dass die Aufrüstung der Produktspezifikationen auf 1.6T und darüber nicht nur die Designkomplexität, sondern auch die Fertigungskomplexität erhöht. Das Volumen der optischen Module hat nicht zugenommen, aber es müssen mehr Glasfasern und Laser im gleichen Raum untergebracht werden, um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen, wodurch die Herausforderungen bei Kopplung und Wärmeableitung exponentiell steigen. Mittlere und kleine Hersteller benötigen in einem sich schnell entwickelnden technologischen Umfeld länger, um das gleiche Fertigungseffizienzniveau zu erreichen.
Auslandsproduktion wird ausgebaut, Fabriken in Südostasien haben die Massenproduktion aufgenommen
Makroökonomische Unsicherheiten sind nichts Neues. Von geopolitischen Spannungen 2019 über die Pandemie 2020 bis 2022 bis hin zu Zollerhöhungen 2025 hat die Technologie-Lieferkette in den letzten Jahren das Risiko durch geografisch verteilte Produktion reduziert. Die führenden Hersteller erweitern nicht nur ihre Produktionskapazitäten in Südostasien (wo sie bereits High-End-Produkte wie 1.6T herstellen können), sondern bauen auch in anderen Ländern Standorte auf, um ihre Fertigungsbasis weiter zu diversifizieren.
Eoptolinks Phase 1 in Thailand ist voll ausgelastet, und Phase 2 wird 2026 ausgebaut. Goldman Sachs ist der Ansicht, dass die frühzeitige Planung der Auslandsproduktion den führenden Herstellern einen Puffer bietet. Dies widerspricht nicht der Einschätzung im Citigroup-Bericht, dass die Auslandsproduktion noch nicht ausreicht, um die Lücke zu füllen; kurzfristig kann sie nicht den gesamten Bedarf decken, aber der langfristige Diversifizierungstrend ist etabliert.
Goldman Sachs kommt zu dem Schluss, dass die Besorgnis des Marktes über das US-Verbot verständlich ist, aber der Burggraben der führenden chinesischen Optikmodul-Hersteller viel tiefer ist als die kurzfristigen Auswirkungen von Zöllen. Technologische Forschungs- und Entwicklungsarbeit, Effizienz automatisierter Produktionslinien, enge Zusammenarbeit mit Kunden und frühzeitig geplante Auslandsproduktion bilden zusammen Wettbewerbsbarrieren, die kurzfristig schwer zu kopieren sind. Die KI-getriebene Nachfrage nach optischen Modulen beschleunigt sich weiter, und der Marktanteilsausbau der führenden Hersteller wird durch den noch nicht umgesetzten Verbotsentwurf nicht umgekehrt.
Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung und Interpretation eines Research-Berichts eines Drittanbieters (Goldman Sachs, 10. August 2026) durch Tideway Research, kombiniert mit öffentlichen Marktinformationen. Die darin zitierten Bewertungen, Kursziele, Gewinnprognosen und damit verbundenen Einschätzungen sind die Ansichten der Analysten dieser Brokerage und repräsentieren nur die Position ihrer jeweiligen Institution, nicht die von Tideway Research, und stellen keine Anlageberatung dar.
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