Der leitende Rohstoffstratege von Bloomberg Intelligence, Mike McGlone, hat seine mittelfristige Bitcoin-Prognose aktualisiert und warnt Anleger vor dem Risiko einer größeren Kurskorrektur. Während der US-Aktienmarkt, repräsentiert durch den Nasdaq und den S&P 500, neue Allzeithochs erreicht, hinkt die führende Kryptowährung den Aktien weiterhin hinterher.
Laut dem Analysten ist die Unfähigkeit von Bitcoin, sich über dem psychologisch wichtigen Niveau von 69.000 $ zu konsolidieren, während die Aktienindizes steigen, ein wichtiges Zeichen dafür, dass sich die Spekulationsblase entleert.

Unter den gegenwärtigen Umständen vergleicht McGlone den mehrjährigen Anstieg von Bitcoin mit einem „faustischen Handel“ – die Branche habe Erfolg erzielt und institutionelles Kapital angezogen, zahle nun aber dafür, indem sie vollständig von externen Anreizen abhängig geworden sei.
Der Stratege stellt fest, dass jede große BTC-Rallye vorübergehend „künstliche“ Unterstützung erhielt. Im Jahr 2021 trieb die größte Injektion billiger Liquidität in die Weltwirtschaft in der Geschichte den Preis in Richtung Höchststände.
Anfang 2024 wurde der lang erwartete Start von Spot-ETFs in den USA zum Auslöser. Dann, Ende 2024, trieb eine dramatische Wende in der regulatorischen Rhetorik und Erwartungen großer politischer Zugeständnisse für die Branche den Preis vorübergehend über 100.000 $.
Bitcoin wird derzeit bei etwa 63.000 $ gehandelt. Laut McGlone sind die Kapitalzuflüsse in ETFs inzwischen versiegt, während der regulatorische Hype abgeklungen ist, sodass der Markt allein mit den zyklischen makroökonomischen Kräften konfrontiert ist.
Technologiemarkt und Altcoins ziehen Bitcoin nach unten
Eine historische Bloomberg-Grafik zeigt, dass die Entwicklung von Bitcoin eng mit dem traditionellen Aktienmarkt verbunden ist. Die Kursentwicklung der Kryptowährung spiegelt die Performance des US-Technologiesektors mit hoher Genauigkeit wider, insbesondere das Verhältnis des Nasdaq-100-Index zum breiteren S&P 500.
Diese Spanne beginnt nun zu sinken. Da Finanzzyklen immer dazu neigen, zu ihrem Mittelwert zurückzukehren, riskiert Bitcoin, zu seiner historischen fundamentalen Basis zurückzukehren – dem durchschnittlichen Preis von 2019–2020, etwa 10.000 $, bei dem die Kryptowährung vor Beginn der massiven Ausgabe von Fiatgeld gehandelt wurde.
Der Analyst betrachtet auch das Überangebot in einem Markt, in dem inzwischen Millionen alternativer Token existieren, als zusätzliche Druckquelle auf BTC.
Dieses Argument erweist sich jedoch als umstritten, denn im Gegenteil unterstreicht das explosionsartige Wachstum der Anzahl minderwertiger Altcoins nur den einzigartigen Status der führenden Kryptowährung.
Angesichts einer Fülle von Markt-"Müll" zeigt institutionelles Kapital eine Flucht in Qualität und wählt Bitcoin als das einzige bewährte und knappe digitale Asset mit einer klaren regulatorischen Geschichte.







