Kann man Satoshis privaten Bitcoin-Schlüssel erraten? Die Realität hinter der viralen Debatte um 70 Milliarden Dollar

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vor 1 StundeQuelle: u.today
Kann man Satoshis privaten Bitcoin-Schlüssel erraten? Die Realität hinter der viralen Debatte um 70 Milliarden Dollar

Das Gleichgewicht des Bitcoin-Schöpfers Satoshi Nakamoto ist erneut in den Fokus der globalen Krypto-Community gerückt, nachdem eine virale Behauptung, dass dieses Vermögen durch zufälliges Erraten eines privaten Schlüssels beschlagnahmt werden könnte, eine neue Welle der Diskussion auf X auslöste.

Laut Arkham Intelligence enthalten die Wallets des Entwicklers 1,096 Millionen BTC, was beim aktuellen Preis von 64.245 $ etwa 70,43 Milliarden $ wert ist. Die Debatte entstand aus der Beobachtung, dass die hypothetische Möglichkeit, 70 Milliarden $ einfach durch das Erraten von 24 Wörtern in Folge zu erhalten, "wie eine verrückte" Gelegenheit erscheint.

Technische Experten wiesen diese Behauptung schnell zurück, da laut Forschern selbst mit einer Rechenleistung, die eine Billion Kombinationen pro Sekunde erzeugen kann, das Finden einer bestimmten 24-Wörter-Seed-Phrase mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von 50 % etwa 1,8 Oktodezillionen Jahre dauern würde.

Diese Zahl übersteigt das Alter des Universums, das auf 13,8 Milliarden Jahre geschätzt wird, bei weitem, was den mathematischen Schutz des Netzwerks praktisch absolut macht.

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Kombinierter Wert der Bitcoin-Wallets von Satoshi, geschätzt auf Basis des Patoshi-Musters, Quelle: Arkham Intelligence

Es gibt jedoch auch ein grundlegendes technisches Missverständnis in der breiten Öffentlichkeit – auf das Vermögen von Satoshi Nakamoto kann von vornherein nicht mit einer einzigen Seed-Phrase zugegriffen werden.

Der moderne BIP-39-Mnemonik-Phrase-Standard wurde lange nachdem sich der Schöpfer von Bitcoin vom Projekt zurückgezogen hatte entwickelt. In den Jahren 2009–2010 wurden Schlüssel anders generiert, und Nakamotos Münzen waren auf mehr als 22.000 unabhängige Altstil-P2PK- oder Pay-to-Public-Key-Adressen verteilt.

Ein potenzieller Angreifer müsste daher Tausende von Wallets einzeln kompromittieren. Da diese Vermögenswerte seit mehr als 15 Jahren unberührt geblieben sind, könnte selbst die kleinste Bewegung eine tektonische Verschiebung im Markt auslösen.

Warum Branchenveteranen einen Bitcoin-only-Ansatz bevorzugen

Inmitten der Debatte über die kryptografische Sicherheit des Netzwerks haben Softwareentwickler und Branchenveteranen auch das Thema sichere Selbstverwahrung angesprochen. Adam Back, der Erfinder des Hashcash-Systems, schloss sich der Diskussion an.

Laut Back integrieren Hardware-Wallet-Hersteller die Unterstützung für Tausende von Altcoins, um Marketingtrends zu folgen, obwohl die meisten dieser Vermögenswerte nicht über Bitcoins fortschrittliche Sicherheitsmechanismen wie Multisignatur-Schemata und Schnorr-Signaturen verfügen. Dies zwingt Entwickler dazu, Architekturen um den "kleinsten gemeinsamen Nenner" herum aufzubauen.

Back betonte, dass das minimalistische und isolierte Design von Bitcoin-only-Geräten solche Schwachstellen beseitigt und einen dedizierten Schutz für das Bitcoin-Protokoll bietet, ohne Benutzer Risiken durch Drittanbieter-Technologien auszusetzen.