Neue Daten zeigen, dass private Anleger weiterhin den Großteil des Bitcoin-Angebots halten und damit Institutionen, Unternehmen, Fonds und staatliche Wallets übertreffen.
Zusammenfassung
- Neue Daten zeigen, dass Einzelpersonen weiterhin etwa zwei Drittel des Bitcoins halten, mehr als Institutionen und ETFs.
- Die meisten Bitcoins werden immer noch von privaten Anlegern gehalten, während Institutionen nur einen kleinen Anteil kontrollieren, zeigen Daten.
- Institutionen mögen Bitcoins kaufen, aber Einzelpersonen halten immer noch den größten Anteil.
Die letzten Jahre waren voller Diskussionen darüber, wie Institutionen das Bitcoin-Angebot verschlungen haben. Doch Daten zeigen, dass ein überwältigender Anteil immer noch von Einzelpersonen gehalten wird.
Überraschenderweise haben neue Daten gezeigt, dass Einzelpersonen immer noch den größten Bitcoin-Anteil am Markt halten. Sie halten deutlich mehr als Unternehmen, Fonds und ETFs, und sogar mehr als Wallets aus der Satoshi-Ära. In den letzten Jahren gab es viele Spekulationen über die Kauf- und Halte-Taktiken von Unternehmen und Institutionen. Doch es könnten Einzelpersonen sein, die sich dafür entscheiden, an ihrer Kryptowährung festzuhalten.
Die aktuelle Marktsegmentierung von Bitcoin
Da die globale geopolitische Situation in Aufruhr ist, sind die Menschen in Scharen von risikoreichen Anlagen wie Kryptowährungen abgewandert. Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt der Bitcoin-Preis bei 63.730 $. In den letzten fünf Tagen bewegte er sich in einer Spanne zwischen 60.000 $ und 65.000 $, ohne Anzeichen, die Aufwärtskurve zu durchbrechen. Für viele zeigt dies, dass die Menschen nicht kaufen, aber auch nicht verkaufen, was eine Stagnation erzeugt. Doch es sind diejenigen, die Kryptowährungen halten, die die meisten Überraschungen bieten.
Eine aktuelle Studie, die auf öffentlichen Wallet-Daten basiert, hat gezeigt, dass Einzelpersonen 66 % des Bitcoin-Angebots halten. Durch die Kartierung von Wallets, von denen bekannt ist, dass sie mit Börsen, Verwahrstellen und Großanlegern interagieren, ergab sich ein Bild von marginalen institutionellen und unternehmerischen Beständen. Im Gegensatz dazu entfielen nur 7,8 % auf Unternehmen, 7,2 % auf Fonds und ETFs. Wallets aus der Satoshi-Ära hatten 4,6 %, während Regierungen nur 2,1 % hielten.
Zusammen hält der gesamte institutionelle Anlagesektor, einschließlich Unternehmen und Handelsgesellschaften, nur 15 % des Angebots. Unter Berücksichtigung des Restes bleiben nur 4,5 % des Bitcoins zum Schürfen übrig. Schätzungsweise 7,7 % des Restes sind verloren gegangen. Das bedeutet, dass 19 % auf die anderen Kategorien entfallen, während der Rest, etwa zwei Drittel, von Privatpersonen gehalten wird.
Das Paradoxon der sozialen Medien
Dies widerlegt auch eine aktuelle Theorie, dass ein Mangel an Social-Media-Gesprächen über Bitcoin und Ethereum durch institutionelle Adoption verursacht wurde. Im Juli wurden Daten veröffentlicht, die zeigten, dass die Erwähnungen der beiden Begriffe auf der Plattform X auf dem niedrigsten Stand seit zwei Monaten waren. Die Bitcoin-Erwähnungen waren auf etwa 130.000 gefallen, während Ethereum auf 40.000 pro Woche gefallen war.
Berichte über die Daten hoben dies als einen Wandel hin zu institutionellen Käufen hervor. Insbesondere viele betonten es als eine Rückkehr zu einer Zeit im Jahr 2020, vor der institutionellen Ära. Doch die neuen Daten deuten darauf hin, dass andere Gründe im Spiel sein könnten, insbesondere da Institutionen nicht die Menge halten, die die Menschen glaubten.
Erstens könnte es sein, dass X einfach Nutzer verliert. Dies ist ein anhaltender Trend, mit 33 Millionen Nutzern, die zwischen Januar 2024 und 2025 gegangen sind. Diese Menschen könnten an andere Orte abgewandert sein, um über Kryptowährungen zu diskutieren. Es könnte auf Reddit sein oder in privaten Messaging-Apps wie Telegram.
Es könnte auch sein, dass die Menschen einfach woanders nach Informationen suchen. Da Kryptowährungen bekannter sind, sind die Menschen versierter. Regulatorische Ankündigungen und die Zu- und Abflüsse von ETF-Produkten bieten bessere Benchmarks als ein Spekulant auf X.
Schließlich ist Krypto möglicherweise nicht mehr so neu und aufregend wie früher. Es hat Gesprächen über Tokenisierung Platz gemacht, und sogar KI hat viele Schlagzeilen übernommen, die einst als Vorbote einer mutigen neuen Welt versprochen wurden. Da es nicht mehr das coolste, neueste Ding in der Stadt ist, wird weniger darüber gesprochen. Das bedeutet keineswegs, dass die Menschen das Interesse verloren haben, sondern es signalisiert einfach, dass die Menschen es jetzt akzeptieren.
Wie sollte sich dies auf den Handel auswirken?
In Zeiten von Volatilität neigen Privatanleger oft zu emotionalerem Handel. Sie können schnell verkaufen und kaufen, im Gegensatz zu Unternehmen, die langfristige Entscheidungen treffen müssen, die von vielen Personen abgesegnet werden. Dies ist hauptsächlich der Grund, der für die derzeitige Stagnation von Bitcoin angeführt wird.
Doch es scheint, dass das Gegenteil der Fall ist und dass Privatanleger tatsächlich Widerstandsfähigkeit aufbauen. HODL ist der Branchenname für „Hold on for dear life“, was bedeutet, dass man Bitcoin behält, bis sein Wert exponentiell steigt. Viele Anleger haben durch turbulente Marktzyklen durchgehalten. Tatsächlich können Wale, also private Käufer, die große Mengen halten, oft den Marktverlauf ändern, wenn sie beginnen, ihre Kryptowährung aufzukaufen oder sogar abzustoßen. Dies deutet darauf hin, dass sie immer noch eine große Rolle bei der Richtung der Preise spielen.
Was dies zeigt, ist, dass das Feld trotz der Aussagen von Medien und denen in der Kryptoindustrie immer noch äußerst dezentralisiert ist. Trotz des Hypes um institutionelle Adoption und staatliche Unterstützung wird Bitcoin insbesondere immer noch von Einzelpersonen gehalten. Diejenigen, die sehen wollen, wie sich dies in naher Zukunft ändert, müssen die Zu- und Abflüsse bei ETF-Produkten sowie Änderungen der Gesetzgebung nicht nur in den USA, sondern auch darüber hinaus beobachten.








