Ripples Ex-Chefingenieur verurteilt neuen XRP-Ledger-Erweiterungsplan als 'wirklich schlechte Idee'

XRP
XRP LedgerFilecoinErweiterungsvorschlagDezentralisierungKnotenspeicherung
2026-08-09Quelle: u.today
Ripples Ex-Chefingenieur verurteilt neuen XRP-Ledger-Erweiterungsplan als 'wirklich schlechte Idee'

Ein Versuch, die Fähigkeiten des XRP Ledger (XRPL) zu erweitern, hat eine hitzige technische Debatte in der Krypto-Community ausgelöst. Die Diskussion wurde durch einen radikalen Vorschlag ausgelöst, das Limit des Transaktions-Memo-Feldes um das 1.200-fache zu erhöhen, von derzeit 1 KB auf etwa 1,3 MB.

Blockchain-Enthusiasten haben bereits begonnen, über das "grenzenlose Potenzial" des Upgrades zu diskutieren, aber einige haben zu einer nüchternen Bewertung der Risiken aufgerufen.

Die Autoren der Idee, darunter Vet von der XRPL Foundation, möchten es Benutzern ermöglichen, Dateien direkt in das Ledger einzubetten. Das neue Limit würde es ermöglichen, folgende Inhalte in XRPL-Transaktionen hochzuladen:

  • Bilder und PDF-Dokumente;
  • Musiktitel und kurze Videoclips;
  • Software-Quellcode und komprimierte Archive.
Artikelbild
Werbe-Infografik, die eine Erhöhung des XRPL-Memo-Limits um das 1200-fache für On-Chain-Dateien fordert, Quelle: X.com

Die vorgeschlagene Änderung wird mit dem Prinzip der Wahlfreiheit gerechtfertigt – wenn ein Netzwerkteilnehmer bereit ist, die Gebühr für die Speicherung seiner Inhalte zu zahlen, sollte das Protokoll diese Option bieten.

Matt Hamilton drängt auf Filecoin-Alternative

Der Hauptkritiker der Initiative ist Matt Hamilton, ein ehemaliger Direktor für Entwicklerbeziehungen bei Ripple. In seinem Kommentar zu dem Vorschlag kritisierte er die Initiative und nannte den neuen Expansionsplan direkt "eine wirklich schlechte Idee".

Das Problem liegt in der Architektur von XRPL. Die Blockchain funktioniert als verteiltes Zahlungs-Ledger, nicht als Dateifreigabedienst. Damit das Netzwerk sicher und synchronisiert bleibt, muss jeder Validator und Knoten die gesamte Transaktionshistorie speichern.

Wenn Benutzer des XRP Ledger beginnen, das Ledger mit großen Mediendateien zu füllen, wird die Datenbank exponentiell wachsen, warnte Hamilton.

Dies würde die Hardware-Anforderungen erheblich erhöhen, den Betrieb von Knoten für unabhängige Teilnehmer zu teuer machen und langfristig die Dezentralisierung des Netzwerks gefährden.

Gestützt auf seine Erfahrung bei der Entwicklung von Blockchain-Protokollen wies Hamilton auf effizientere technische Ansätze hin, die bereits existieren. Spezialisierte dezentrale Datenspeichernetzwerke wie Filecoin sind für große Dateien konzipiert.

Laut dem Experten ermöglicht dieser hybride Ansatz Benutzern, mit jeder Art von Medieninhalten zu arbeiten, während das XRP Ledger das bleibt, was es ursprünglich sein sollte: ein schnelles, leichtgewichtiges und skalierbares Zahlungsinstrument.