Das Team hinter der auf Cardano fokussierten Kryptowährungs-Wallet SecondFi hat heute einen erneuten Appell an den Hacker, der die Plattform im Juni kompromittiert hat, veröffentlicht. Die Entwickler bekräftigten, dass ihr offizielles Kopfgeldangebot im Austausch für die vollständige Rückgabe der gestohlenen Vermögenswerte weiterhin gültig ist.
Interessanterweise entdeckten Forscher, nachdem die unabhängige Analyseagentur Groom Lake in die Untersuchung eingestiegen war, spezifische digitale Marker in den Transaktionen und Aktionen eines der Teilnehmer des Angriffs. Diese Marker sollen mit Methoden übereinstimmen, die von der staatlich geförderten nordkoreanischen Cyberkriminalitätsgruppe Lazarus Group verwendet werden.
Wie SecondFi plant, Nutzer zu entschädigen
Da die Wahrscheinlichkeit, eine Antwort von der Lazarus Group zu erhalten, äußerst gering ist, hat SecondFi zusammen mit der Cardano Foundation und der Input Output Group einen dreistufigen Entschädigungsplan gestartet:
- Ende Juli – die aktuelle Phase: Sammlung, Überprüfung und Bearbeitung offizieller Ansprüche, die von betroffenen Kunden eingereicht wurden.
- Mitte August 2026: Veröffentlichung von Tools zum sicheren Export überlebender Vermögenswerte auf Drittplattformen. Benutzer werden aufgefordert, ihre Gelder auf Hardware-Wallets zu übertragen.
- Anfang September 2026: Start eines automatisierten Entschädigungsportals, das auf Zero-Knowledge-Beweisen basiert.
Der kritische Sicherheitsvorfall ereignete sich zwischen dem 21. und 23. Juni 2026. Die Angreifer schafften es, 374 digitale Wallets auf SecondFi, ehemals bekannt als Yoroi Wallet von EMURGO, zu kompromittieren. Die Hacker stahlen 16,1 Millionen Cardano-Token (ADA) im Wert von etwa 2,4 bis 2,6 Millionen US-Dollar zum Zeitpunkt des Diebstahls.
Das Ausmaß der Katastrophe hätte deutlich größer sein können. Das technische Team des Projekts reagierte rechtzeitig und sicherte weitere 129 Millionen ADA, die gefährdet waren. Diese Gelder wurden dringend an einen unabhängigen Verwahrer übertragen.
Dennoch traf das Management von EMURGO aufgrund der schwerwiegenden finanziellen und reputationsbezogenen Folgen des Sicherheitsvorfalls eine schwierige Entscheidung. Das Unternehmen kündigte die vollständige Abwicklung und anschließende Liquidation der Marken SecondFi und Yoroi an. Das Projekt wurde als nicht mehr fortführungsfähig eingestuft.







