Israelischer Krypto-Broker Bits of Gold untersucht Datenleck bei Kunden

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2026-08-16Quelle: crypto.news
Israelischer Krypto-Broker Bits of Gold untersucht Datenleck bei Kunden

Bits of Gold, Israels regulierter Krypto-Broker, untersucht einen Cyber-Vorfall, bei dem möglicherweise Kundenidentitäts- und Finanzinformationen offengelegt wurden, nachdem unbefugter Zugriff auf ein Drittsystem für Support und Datenanalyse erfolgt war.

Zusammenfassung

  • Bits of Gold erklärte, dass Gelder, Krypto, Passwörter, ID-Scans und vollständige Kartendaten nicht betroffen waren.
  • Potentiell offengelegte Daten umfassen Namen, Identifikationsnummern, E-Mails, Telefone, IP-Adressen und Bankkonto-Details.
  • Bits of Gold brachte den Vorfall mit Drittanbieter-Software in Verbindung, die bei einem größeren globalen Sicherheitsvorfall kompromittiert wurde.
  • Bits of Gold meldet über 300.000 Kunden und operiert unter israelischer Finanzregulierung mit Lizenz 56716.
  • BILS erhielt im April nach einer zweijährigen Sandbox-Phase die Genehmigung und bleibt eins zu eins durch Schekel gedeckt.

Das Unternehmen informierte Kunden am 16. August und erklärte, es habe den Zugriff blockiert, das betroffene System von seinen Informationsquellen getrennt und die zuständigen Behörden informiert, wie Calcalist berichtete.

Das Unternehmen erklärte, seine Überprüfung deute darauf hin, dass "möglicherweise Zugriff auf bestimmte persönliche Informationen" erfolgt sei, einschließlich Namen, ID-Nummern, E-Mails, Telefonnummern, IP-Adressen, Bankkonto-Details und öffentliche Krypto-Wallet-Adressen. Es erklärte, dass digitale Vermögenswerte, Kontopasswörter, gescannte ID-Dokumente, vollständige Kreditkartendaten und CVV-Codes nicht betroffen waren. Bits of Gold erklärte außerdem, dass es "keine Anzeichen" dafür gebe, dass die potenziell offengelegten Informationen bisher verwendet wurden.

Bits of Gold bringt Sicherheitsvorfall mit einem größeren Drittanbieter-Vorfall in Verbindung

Bits of Gold erklärte, der Vorfall sei Teil eines größeren Cyber-Ereignisses, das ein von ihm genutztes Softwareunternehmen und andere Unternehmen weltweit betreffe. Calcalist berichtete, dass möglicherweise Hunderte von Unternehmen betroffen sein könnten und dass Bits of Gold vermutlich nicht direkt ins Visier genommen wurde. Der Softwareanbieter wurde in den geprüften Offenlegungen nicht öffentlich identifiziert.

Am Sonntag kursierende Berichte bezifferten die potenziell betroffene Kundenzahl auf etwa 200.000. Diese Zahl sollte mit Vorsicht behandelt werden. Die von Calcalist wiedergegebene Kundenmitteilung gibt nicht an, wie viele Datensätze abgerufen wurden, während die Website des Unternehmens angibt, dass es mehr als 300.000 Kunden hat. Bits of Gold hat nicht öffentlich bestätigt, dass 200.000 Menschen betroffen waren.

Offengelegte Details könnten Phishing-Risiko erhöhen

Das Hauptrisiko unmittelbar ist Social Engineering und nicht Diebstahl aus Kunden-Wallets durch den gemeldeten Vorfall selbst. Namen, Telefonnummern, E-Mails, Bankinformationen und öffentliche Wallet-Adressen könnten Angreifern Daten für überzeugendere Nachrichten liefern, die vorgeben, von Bits of Gold, einer Bank oder einem anderen Finanzdienstleister zu stammen. Bits of Gold warnte Kunden ausdrücklich vor Phishing- und Identitätsdiebstahlversuchen.

Das Unternehmen riet Benutzern, keine Passwörter, Verifizierungscodes oder privaten Schlüssel bereitzustellen und kein Geld oder digitale Vermögenswerte als Reaktion auf unaufgeforderte Kontaktaufnahmen zu überweisen. Die Warnung folgt auf eine weitere Drittanbieter-Offenlegung im Krypto-Sektor: Wie crypto.news berichtete, hat ein ShipMonk-Sicherheitsvorfall persönliche Daten von 13.689 Trezor-Kunden offengelegt, was ähnliche Bedenken hinsichtlich gezielten Phishings auslöste.

Bits of Gold operiert unter israelischer Finanzregulierung

Bits of Gold operiert unter der Finanzdienstleistungslizenz 56716. Das Unternehmen gibt an, das erste aktive israelische Krypto-Unternehmen zu sein, das eine dauerhafte Finanzdienstleistungslizenz von der Kapitalmarkt-, Versicherungs- und Sparkassenbehörde erhalten hat. Seine Website listet mehr als 300.000 Kunden auf, während Calcalist es als das erste derzeit aktive Unternehmen unter neun Unternehmen beschrieb, die von der Behörde lizenziert sind, Kryptowährungen zu handeln.

Sein regulatorisches Profil erweiterte sich in diesem Jahr um BILS, einen an den Schekel gekoppelten Stablecoin. Bits of Gold sagt, dass die Regulierungsbehörden die Ausgabe und den Vertrieb von BILS am 27. April nach einer etwa zweijährigen Sandbox genehmigt haben. Wie crypto.news bereits berichtete, genehmigte Israel den BILS-Schekel-Stablecoin nach seinem regulatorischen Pilotprojekt, wobei Bits of Gold angab, dass jeder Token 1:1 durch in Reserve gehaltene Schekel gedeckt ist.

Was als Nächstes passiert

Bits of Gold sagte, dass sein Sicherheitsteam eine umfassende Überprüfung mit einem spezialisierten Cyber-Vorfall-Reaktionsunternehmen begonnen hat und seine Systeme weiterhin überwacht. Es sagte auch, dass die zuständigen Behörden benachrichtigt wurden. Die Dienste bleiben betriebsbereit, und das Unternehmen hat den Kunden mitgeteilt, dass derzeit keine Kontomaßnahmen erforderlich sind.

Die nächsten wichtigen Offenlegungen werden die bestätigte Anzahl der betroffenen Kunden, die Identität des kompromittierten Softwareanbieters, der genaue Umfang der abgerufenen Aufzeichnungen und die Frage sein, ob die Ermittler Beweise dafür finden, dass die Daten missbraucht wurden. Bis dahin bleiben die weit verbreitete Zahl von 200.000 Kunden und das volle Ausmaß des Vorfalls von Bits of Gold unbestätigt.